Reha-Forschung im Reha-Zentrum Ückeritz, Klinik Ostseeblick
Wissenschaft braucht Forschung - Wir beteiligen uns aktiv an der Weiterentwicklung der Reha-Medizin
Reha-Forschung für mehr Reha-Qualität
Die Arbeit des Reha-Zentrums Ückeritz, Klinik Ostseeblick, erfolgt nach einem jeweiligen indikationsspezifischen medizinischen Konzept, welches dem Stand der Wissenschaft und den Leitlinienvorgaben entspricht sowie regelmäßig evaluiert wird. Unsere Mitarbeitenden bilden sich kontinuierlich zu den wissenschaftlichen Neuerungen im Rahmen der medizinischen Reha weiter.
Darüber hinaus engagieren wir uns aktiv an der Weiterentwicklung der Reha-Qualität, beteiligen uns an Forschungsprojekten und Studien in Kooperation mit namhaften Universitäten, Instituten und wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Zudem sind Mitarbeitende der Klinik Ostseeblick an der Erstellung von Leitlinien und Empfehlungen beteiligt, darunter die S3-Leitlinie „Bewegungstherapie bei onkologischen Patientinnen und Patienten“. Ferner führen wir interne Erhebungen durch und erweitern kontinuierlich unser Angebot zum Wohle der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden und deren verbesserte Teilhabe am Erwerbsleben und Aktivitäten des täglichen Lebens.
Zur Durchführung klinischer Studien unter Berücksichtigung gesetzlicher und ethischer Grundlagen, der Patientenaufklärung, der Bewertung von Nebenwirkungen und Qualitätssicherung wurden einige unserer Mitarbeiterinnen gemäß der ICH-GCP (International Conference on Harmonization - Good Clinical Practice) fortgebildet.
Aktuelle Studien und Untersuchungen im Überblick
Vortragstätigkeiten der Ärztlichen Direktorin Frau Dr. Barinoff im Jahr 2026
Frau Dr. Barinoff stellt auf dem Deutschen Krebskongress 2026 ein ePoster zum Thema „What is sexual medicine doing in a rehabilitation clinic? Process of establishing a concept“ vor.
Weitere Vortragstätigkeiten sind für Selbsthilfegruppe Lichen sclerosus e.V. und den Deutschen Kongress für Gynäkologie und Geburtshilfe. Für die Berufsgruppe der Pflegefachkräfte sind 2 Vorträge im Rahmen der „Brustkrebs-Akademie“ geplant. Des Weiteren folgt die Fachtagung 22.-23.04.2026 mit dem Thema "Sozialmedizinische Beurteilung des Leistungsvermögens im Erwerbsleben: Grundlagen und Fallbesprechungen – Onkologie“.
ORTEO – Organisationsbezogene Team-Outcome-Studie
Beteiligung an der Studie der Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG): Ziel der Studie ist es, den Einfluss von organisations- und mitarbeiterbezogenen Merkmalen auf die Patientenoutcomes zu erfassen und Handlungsempfehlungen im Sinne der Organisationsentwicklung abzuleiten. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen organisations- und mitarbeiterbezogenen Merkmalen sowie die Auswirkungen des Fachkräftemangels mitberücksichtigt.
Kooperationsrahmenvertrag mit der Charité Berlin
Im Jahr 2026 wurde ein Kooperationsrahmenvertrag zwischen dem Reha-Zentrum Ückeritz und der Charité Berlin, Europäisches Kompetenzzentrum Eierstockkrebs (EKZE), geschlossen. Ziel ist die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Sinne gemeinsamer Studienaktivitäten, Angebote von Hospitationen für medizinisches Personal, Organisation und Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen mit Fokus auf Good Clinical Practice (GCP) und die Nutzung von Fast-Track-Services der Charité.
Arbeit der Ärztlichen Direktorin Fr. Dr. Barinoff in der S3 Leitliniengruppe der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
S3-Leitlinie Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit: Diagnostik, Beratung, Behandlung, aktuell in der Arbeit
S3-Leitlinie Bewegungstherapie bei onkologischen Erkrankungen, Fertigstellung 03/2026
S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Vulvakarzinom und seiner Vorstufen, Fertigstellung 11/2025
Arbeit der Ärztlichen Direktorin Fr. Dr. Barinoff im Vorstand und wissenschaftlichen Arbeitsgruppen
Deutsche Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualpsychologie seit 11/2025
Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie, Organgruppe „Vulva und Vagina“ seit 2013
Abgeschlossene Studien
OPTIMAL – Optimierung der Medikation in der Onkologischen Reha
Beteiligung an der Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums: Das Hauptziel der randomisierten, kontrollierten Studie besteht darin, zu prüfen, ob ein Beratungsschreiben mit den Ergebnissen einer umfassenden Überprüfung der Medikation anhand der FORTA-Liste (Fit for the Aged) an den behandelnden Arzt in Rehabilitationskliniken die Lebensqualität älterer Krebspatienten, die einer Polypharmazie ausgesetzt sind, stärker verbessert als die übliche Versorgung. Die FORTA-Liste deckt Medikamentenüber- und -unterversorgung sowie potenziell unangemessenen Medikamentengebrauch bei älteren Erwachsenen auf.
Vulvodynie: Schmerzen im Genitalbereich
Klinikinterne Untersuchung zur Identifikation von Rehabilitandinnen mit Missempfindungen und Schmerzzuständen im Genitalbereich mithilfe von gynäkologischer Untersuchung mit dem Ziel der Diagnostik, konkretisiertem Therapievorschlag und Sprechstunde für Sexualmedizin bei der Ärztlichen Direktorin
- frühzeitiger Abbruch bei mangelnder Rekrutierungsrate nach 12 Monaten Laufzeit
AuRe – Autonomie in der medizinischen Rehabilitation
Beteiligung an der Studie der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt, Institut für angewandte Sozialforschung. Das Projekt zielt darauf ab, konsentierte Empfehlungen für die Praxis in Bezug auf die Wahrung und Förderung der Autonomie von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden abzuleiten. Dadurch wird das übergeordnete Ziel der Selbstbestimmung und Teilhabe für Menschen mit Rehabilitationsbedarf unterstützt und gefördert.